Kategorie
Vulnerability Management
Thema
CVE-2025-29927: Kritische Sicherheitslücke in Next.js
Zielgruppe
Entwickler & Betreiber von Next.js-Anwendungen
Lesezeit
ca. 5 Minuten

Next.js ist ein Open-Source-Webentwicklungsframework des Unternehmens Vercel, das React-basierte Webanwendungen mit serverseitigem und statischem Rendering bereitstellt. Im März 2025 wurden Details zu einer Sicherheitslücke mit der Bezeichnung CVE-2025-29927 veröffentlicht.

Hintergrund und Ausnutzung der Sicherheitslücke

Am 22. März 2025 gab Next.js eine Sicherheitslücke im Middleware-Layer bekannt, die eine Umgehung der Authentifizierung ermöglichte. Die Ausnutzung ist trivial und kann durch das Senden eines zusätzlichen HTTP-Headers mit dem Inhalt x-middleware-subrequest: true erreicht werden.

Schwere und Folgen der Sicherheitslücke

Die Sicherheitslücke CVE-2025-29927 wird nach dem CVSSv3 Base Score mit 9.1 eingestuft. Die erfolgreiche Ausnutzung dieser Sicherheitsanfälligkeit würde es einem Remote-Angreifer ermöglichen, die im Middleware-Layer implementierten Sicherheitsprüfungen, darunter viele Formen der Authentifizierung, zu umgehen. Damit werden schlussendlich Applikationspunkte öffentlich, die eigentlich geschützt wären.

Betroffene Versionen und Schutzmaßnahmen

Es stehen Patches bereit:

  • Next.js 15.x: Das Problem wurde in Version 15.2.3 behoben.

  • Next.js 14.x: Das Problem wurde in Version 14.2.25 behoben.

  • Next.js 11.1.4 bis 13.5.6: Für diese Versionen wird die Nutzung einer Problemumgehung empfohlen, da kein direkter Patch existiert.

Auf Vercel gehostete Next.js-Bereitstellungen sind automatisch vor dieser Sicherheitslücke geschützt. Wenn das Patchen auf eine sichere Version nicht möglich ist, wird empfohlen zu verhindern, dass externe Benutzeranforderungen, die den Header x-middleware-subrequest enthalten, die Next.js-Anwendung erreichen können.

Ausmaß der Betroffenheit

Laut Shodan lassen sich weltweit über 300.000 Systeme mit dem Header „X-Powered-By: Next.js“ finden. In Deutschland sind laut dem Dienst über 33.000 Systeme erreichbar. Wichtig zu beachten ist, dass dies nur die Systeme sind, die von außen so identifizierbar und öffentlich erreichbar sind, die Dunkelziffer der betroffenen Systeme ist vermutlich höher.

Shodan Suchergebnis zu Next.js
Shodan Suchergebnis zu Next.js

In den letzten neun Jahren hat Next.js insgesamt 16 Security Advisories veröffentlicht. Die nun beschriebene Lücke (CVE-2025-29927) wurde als erste davon als kritisch eingestuft. Es besteht dringender Handlungsbedarf, die Sicherheitslücke sollte zeitnah geschlossen werden. Die Entdecker der Sicherheitslücke legen in einem ausführlichen Blogpost dar, wie sie diese gefunden haben.

„Ein einzelner HTTP-Header genügt, um Authentifizierungsprüfungen zu umgehen, das zeigt, wie kritisch sauber implementierte Middleware für die Anwendungssicherheit ist.“
Mint Secure GmbH

Wie Mint Secure euch dabei unterstützt

Kritische Frameworks-Schwachstellen wie CVE-2025-29927 erfordern schnelles und fundiertes Handeln, wir unterstützen euch dabei.

🚨

Incident Response

Schnelle Reaktion und Priorisierung, wenn kritische CVEs wie diese in eurer Infrastruktur bekannt werden.

🛡️

Penetrationstest

Überprüfung eurer Webanwendungen auf bekannte und unbekannte Schwachstellen im Framework und in der Middleware.

🔎

Vulnerability Management

Kontinuierliches Monitoring relevanter CVEs und Advisories, damit ihr rechtzeitig patchen könnt.

Ihr betreibt Next.js-Anwendungen und seid unsicher, ob ihr betroffen seid? Wir prüfen eure Systeme. Jetzt Kontakt aufnehmen.

Fazit

CVE-2025-29927 ist eine kritische, mit 9.1 CVSS-Punkten bewertete Sicherheitslücke im Middleware-Layer von Next.js. Ein einzelner manipulierter HTTP-Header genügt, um Authentifizierungsprüfungen zu umgehen und eigentlich geschützte Anwendungsbereiche offenzulegen.

Betreiber betroffener Versionen sollten umgehend patchen oder, falls das nicht möglich ist, den Header serverseitig herausfiltern.

Ihr benötigt Unterstützung bei der Absicherung eurer Next.js-Anwendungen? Sprecht uns an.