Home » Vulnerability Management beginnt beim Patchen, nicht beim Scannen
Patchmanagement ist kein neues Thema. Administratoren arbeiten seit Jahren mit Patchdays, WSUS, MECM oder Intune. Trotzdem gelingt es Angreifern immer wieder, bekannte und längst geschlossene Schwachstellen auszunutzen. Oft liegen diese nicht einmal in Microsoft-Produkten, sondern in Anwendungen anderer Hersteller.
Gerade darin steckt ein enormes Potenzial: Wer Patchmanagement strategisch aufsetzt und flexibel gestaltet, legt den Grundstein für wirksames Vulnerability Management.
Scanner liefern wertvolle Daten, zeigen Schwachstellen auf, lösen sie aber nicht. Echte Risikominimierung findet dort statt, wo Sicherheitslücken tatsächlich geschlossen werden.
Fehlt ein sauberer Patch- und Remediation-Prozess, entstehen überfüllte Backlogs, wiederkehrende Findings und Frustration in den Teams. Ein klar strukturierter Patchprozess schließt diese Lücke und macht Vulnerability Management überhaupt erst effektiv.
Microsoft hat seine Update-Prozesse stark modernisiert. Intune, Autopatch oder MECM bieten leistungsfähige Werkzeuge. Trotzdem zeigen reale Schwachstellenberichte immer wieder:
Ein Patchmanagement, das sich ausschließlich auf Microsoft-Produkte konzentriert, greift daher zu kurz
In fast jeder Umgebung findet sich Software, die irgendwann installiert wurde, sich aber niemandem mehr zuordnen lässt. Alte Versionen, fehlende Verantwortlichkeiten und unklare Update-Strategien machen diese Anwendungen zu beliebten Zielen für Angreifer.
Moderne Patchprozesse behandeln Drittanbieter-Lösungen deshalb genauso konsequent wie Microsoft-Produkte.

Nicht jede Schwachstelle muss gepatcht werden. Manchmal ist es sinnvoller, ein unsicheres Tool zu entfernen oder durch eine sichere Alternative zu ersetzen. Oft ist das schneller und effizienter, als auf ein Update zu warten.
Ein durchdachtes Patchmanagement unterstützt:
Ein häufiger Fehler: Patchmanagement wird erst aktiv, wenn eine kritische Schwachstelle Schlagzeilen macht. Erfolgreich ist aber, wer kontinuierlich patcht, mit festen Zyklen, klaren Prioritäten und transparenten Prozessen.
So bleibt der Grundzustand stabil und kritische Lücken lassen sich schneller schließen.
Patchmanagement sollte kein separates Thema sein, sondern in bestehende Prozesse eingebettet werden. Dazu gehören:
Erst durch diese Integration wird Patchmanagement zu einem aktiven Bestandteil der Sicherheitsstrategie statt zu einer reinen Pflichtaufgabe.
Konsequentes Patchmanagement bedeutet mehr als nur Updates einzuspielen. Es reduziert Angriffsflächen, erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit und schafft Transparenz, besonders bei Software von Drittanbietern.
Für Microsoft-Administratoren wird Patchmanagement damit zu einem zentralen Instrument, um Sicherheit und Stabilität langfristig zu fördern.
Die Umsetzung bleibt in vielen Organisationen anspruchsvoll, vor allem wenn verschiedene Tools und Zuständigkeiten im Spiel sind.
Wir bei Mint Secure unterstützen Unternehmen dabei, ein modernes, flexibles Patch- und Vulnerability-Management aufzubauen, von der Strategie über die Tool-Auswahl bis zur operativen Umsetzung.
Wer Patchmanagement nicht mehr als monatliche Pflicht, sondern als strategisches Sicherheitsinstrument versteht, verschafft sich einen echten Vorsprung.
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